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Gregorian: moderne Musik mit mittelalterlichem Sound

Gregorian: moderne Musik mit mittelalterlichem Sound

Ein gregorianischer Choral ist nichts für gängige Radiosender. Selbst klassische Sender spielen diese Musikrichtung eher selten. Immerhin stammt der Choral nicht aus den Zeiten von großen Komponisten wie Beethoven oder Bach, sondern aus dem tiefsten Mittelalter. Einstimmig, oft unbegleitet und am liebsten auf lateinisch – so sieht der traditionelle gregorianische Choral aus. Das ist nichts für die meisten modernen Zuhörer. Doch macht diese traditionelle Musikform trotzdem ein kleines Comeback, und zwar durch die Band Gregorian. Diese Musikgruppe besteht aus einigen deutschen und britischen Sängern und Sängerinnen. Somit bricht bereits die Besetzung mit der Tradition. Im ursprünglichen Choral waren nämlich nur Männerstimmen erwünscht. Dazu kommt, dass Gregorian in der Regel immer mit musikalischer Begleitung auftreten. Das alleine hört sich bestimmt trotzdem noch recht mittelalterlich an. Ist es aber nicht. Denn die Gruppe spielt keine mittelalterlichen Stücke, sondern Coverversionen von modernen Popliedern. Dazu gehören Rock-Hits wie „Boulevard of Broken Dreams“ von der amerikanischen Band Green Day. Die Neuinterpretationen verleihen den modernen Stücken etwas gespenstisch-geheimnisvolles und lassen die Lieder zeitlos werden. Egal was man von mittelalterlicher Musik hält: diese Fusion aus Altem und Modernem kann jedem gefallen.

Gregorian_ Meister des Mittelalters und der Moderne

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